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Akkustaubsauger überzeugen Stiftung Warentest nicht

Akkus leisten in vielen elektrischen und elektronischen Geräten des täglichen Gebrauchs zuverlässig gute Dienste, von Smartphones bis hin zu Roboter-Rasenmähern. Die Stiftung Warentest ist bei der Überprüfung verschiedener Akku-Staubsauger zu ernüchternden Ergebnissen gekommen. Kaum einer dieser Haushaltshelfer konnte überzeugen.

Die meisten kabellosen Staubsauger zeigten im Vergleich zu konventionellen Modellen große Schwächen und konnten die Tester nicht überzeugen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Kritikpunkte bei den zehn von der Stiftung Warentest untersuchten Akku-Staubsaugern besonders ins Gewicht fallen.

Unzureichende Saugleistung

Verbraucher stellen zu Recht hohe Ansprüche an die Leistungsstärke von Staubsaugern: Sie sollten nahezu sämtliche Schmutzpartikel bei einmaligem Saugen entfernen. Die Prüfer der Stiftung Warentest untersuchten die Saugleistung der unter die Lupe genommenen Geräte auf Teppich beziehungsweise Teppichboden sowie Hartböden.

Überraschenderweise konnte dabei kein Akku-Staubsauger eine wirklich gute Bewertung erreichen. Das Ausmaß des Versagens der Sauger verdeutlicht die unzureichende Säuberungsleistung von Hartböden: Hier konnten acht Modelle nur etwas weniger als die Hälfte des Schmutzes aufsaugen. Lediglich zwei Akku-Staubsauger brachten es auf eine Säuberungsleistung auf Hartböden von annähernd 90 Prozent.

Beinahe noch mehr zu beanstanden ist die Tatsache, dass einige Sauger den aufgenommenen Staub wieder herauspusten und auf diese Weise in der Atemluft verteilen. Aufgrund dieser Fehlleistung muss Allergikern dringend von der Verwendung derartiger Geräte abgeraten werden. Auch die zwar umweltfreundliche, aber nur mit der Verbreitung von viel Schmutz zu entleerende Auffangbox, spricht gegen die Benutzung dieser Sauger. Hausstauballergiker sind mit einem gut funktionierenden, konventionellen Staubsauger, der über einen zum einmaligen Gebrauch bestimmten Staubbeutel verfügt, wesentlich besser bedient.

Zu geringe Akku-Laufzeit

Die getesteten Staubsaugermodelle präsentierten sich erschreckend wenig ausdauernd. Die Prüfer der Stiftung Warentest stellten fest, dass manchen Exemplare bei Vollleistung bereits nach einer Betriebsdauer von nur acht Minuten bis zu einer Viertelstunde im wahrsten Sinne des Wortes die Puste ausging.

Damit eignen sie sich kaum zur unterbrechungsfreien Reinigung einer Wohnung. Hinzu kommt die extrem lang erscheinende Zeit, die alle überprüften Geräte fürs Wiederaufladen benötigen. Lucas Tenberg, der den Test der Akku-Staubsauger leitete, kritisiert, dass einige Exemplare erst nach sechs Stunden wieder voll aufgeladen sind.

Hohe Geräuschbelastung

Akku-Staubsauger sind wesentlich lauter als herkömmliche Geräte. Sie entwickeln beim Betrieb ein beträchtliches Maß an Lärm, insbesondere beim Säubern von Teppichböden. In dieser Hinsicht fiel lediglich ein Gerät positiv auf, das Modell „Extrem Silence“ vom Markenhersteller Rowenta macht seinem Namen alle Ehre.

Vorteile von Akku-Staubsaugern

Wie unsere Erfahrung zeigt, ist die Entwicklung auch bei Akku-Staubsaugern nicht aufzuhalten. Die Modelle am Markt sind in den letzten Jahren immer besser und leistungsfähiger geworden. Es ist also anzunehmen das die heutigen Kritikpunkte in den nächsten 1-2 Jahren deutlich weniger werden.

Schließlich bieten Akku-Staubsauger aufgrund ihrer kabellosen Funktionsweise und ihres handlichen Formats ein hohes Maß an Bedienkomfort. Sowohl das lästige Hinterherziehen als auch das Ein- und Umstecken des Kabelanschlusses in die Steckdosen entfallen bei diesen innovativen Stabstaubsaugern.

Nicht zuletzt benötigen die neuartigen Staubsauger wenig Platz zum Verstauen, sie lassen sich in einer kleinen Ecke im Flur oder in einem Schrank unterbringen. Außerdem erwarten Experten, dass die zurzeit noch sehr hohen Preise für Akku-Staubsauger in Zukunft deutlich sinken werden. Aus diesen Gründen erscheint es empfehlenswert, mit der Anschaffung eines Akku-Staubsaugers noch eine Weile zu warten. Oder sich zumindest nah an unsere Produkt-Empfehlungen und die der Stiftung Warentest zu halten.