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Stinkende Staubsauger: Tipps und Tricks, die wirklich helfen

Hand-, Boden- oder Multifunktionsgeräte tragen zur Sauberkeit bei. Mit einem guten Staubsauger ist die Reinigung der heimischen vier Wände schnell erledigt. Selten entströmt manchen Saugern ein unangenehmer Geruch. Was dann zu tun ist, erklärt unser Ratgeber. Hier gibt es effektive Tipps und Tricks, mit denen Sie den störenden Mief entweder eindämmen oder sogar komplett beseitigen.

Muffige Staubsauger: Gründe für Gestank

stinkender staubsauger filterDass die Reinigungsgeräte plötzlich unschön riechen, kann unterschiedliche Ursachen haben. So erzeugen neue Staubsauger während erster Reinigungsarbeiten häufig einen penetranten Geruch. Es riecht dann stark nach Plastik. Allerdings klärt sich dieses Problem bei kurzer Nutzungszeit von selbst. Wenn Sie das Gerät einige Male verwenden, schwindet das künstliche Aroma komplett.

Es besteht daher keine Notwendigkeit, die typischen Gerüche der neuen Staubsaugers vorab zu beseitigen. Anders ist es bei den unschönen Düften, die ältere und gebrauchte Modelle häufiger entwickeln. Solche Geräte riechen häufig recht unangenehm. Es gibt gleichfalls verschiedene Gründe, die Ursache für müffelnde Sauger sind.

  • Manchmal ist es der übervolle Staubsaugerbeutel, aus dem der unangenehme Geruch verströmt. Im Laufe der Nutzungszeit sammelt sich dort nicht nur allerlei Unrat, Staub und Schmutz. Mikroorganismen wie Bakterien oder gar Milben finden sich ebenfalls in vielen gefüllten Beuteln. Solche Kleinlebewesen können Auslöser für den Gestank sein.
  • Eine weiterer Ort, an dem unschöner Geruch entstehen kann, sind Komponenten wie ein verunreinigter Milbenfilter. Wenn derartige Teile im Staubsauger nicht mehr funktionieren, kann das Gerät den Sauerstoff nicht mehr ausreichend filtern. Die Folge ist plötzlicher Mief, weil verunreinigte Luft aus dem aktivierten Gerät schießt.
  • Wenn bei der Hausarbeit Wasser, Flüssigkeiten oder feuchter Staub in das Gerät geraten, entsteht ein weiterer Grund für unschöne Gerüche. Weil sich im Antrieb des Staubsaugers reichlich Wärme entwickelt, steigert sich die Gefahr der Schimmelbildung. Außerdem ist die Feuchtigkeit ideal für viele Bakterien. Derartige Organismen und die feuchte Wärme sind Ursachen für den Gestank.
  • Viele Verbraucher glauben, dass starke Geruchsbildung nur bei Modellen mit Beutel vorkommt. Ein weit verbreiteter Irrtum, weil Geräte ohne Beutel gleichfalls müffeln können. Manchmal entströmt solchen beutellosen Staubsaugern ein starker Geruch. Schließlich generiert die verwendete Zyklonen-Technologie eine starke Drehbewegung, was zur Wärmeentwicklung im Auffangbehältnis führt.
  • Wenn feuchter Unrat wie Staubflocken in den Behälter gelangen, entsteht der ideale Nährboden für Bakterien. Vor allem bei beutellosen Staubsaugern mit großen Auffangbehältern maximiert sich das Risiko der gesteigerten Geruchsbildung, wenn die Komponente lange Zeit nicht entleert wird. Das Resultat ist ein stinkender Staubsauger.
  • Es riecht nicht muffig, sondern verbrannt? In solchen Fällen besteht die Gefahr, dass der Motor des Staubsaugers einen Schaden aufweist. Die starke Hitze, die durch solche Defekte entsteht, sorgt für die Verbrennung von Staub. Außerdem kann Plastik so heiß werden, das eine unschöne Geruchsentwicklung stattfindet.

Stinkender Staubsauger: Wirksame Gegenmaßnahmen

Die Aufmerksamkeit gilt in der Regel dem Staubsaugerbeutel beziehungsweise dem Auffangbehälter. Durch den Beuteltausch oder die Entleerung beheben Sie viele Geruchsprobleme. Praktisch sind optionale Gegenmittel, die es im gut sortierten Fachhandel gibt. Staubsauger-Deo in der Form eines Stäbchens oder Perlen mit ätherischen Ölen versprechen Abhilfe.

Am besten funktionieren geeignete Reinigungsprodukte aus Perlen oder Granulat. Ihr loses Material verteilt sich schließlich im ganzen Beutel, wodurch breite Wirksamkeit entsteht. Auf den Duftstäbchen kann sich wiederum rasch Staub ansetzen. Außerdem besteht die Gefahr der Austrocknung.

Miefender Staubsauger: Hilfreiche Hausmittel

Wenn der Beutel kaum oder nur etwas gefüllt ist, können einfache Hausmittel wie Waschpulver, Deos oder Raumsprays helfen. Vorab entfernen Sie die Düse oder Bürste vom Saugschlauch. Achten Sie darauf, dass das Gerät auf der maximalen Leistungsstufe arbeitet. Nach Aktivierung sprühen Sie das Deo oder das Raumspray in kurzen Stößen in den Saugschlauch. Wer Waschmittel verwendet, saugt das Pulver einfach auf.

Dank der Hilfsmittel verzichten Sie auf einen verfrühten Wechsel der Beutel, wodurch sich mancher Euro einsparen lässt. Wer einen beutellosen Sauger verwendet, muss nicht wechseln. Dafür müssen Nutzer darauf achten, dass der Staubauffangbehälter regelmäßig geleert und gereinigt wird. Verwenden Sie am besten etwas angefeuchtete Küchenrolle oder ein Desinfektionstuch. Saugen Sie erst wieder, wenn der Behälter wirklich trocken ist.

Oft unterschätzt die Filter im Staubsauger

schmutzige filterAktuelle Staubsauger arbeiten zumeist mit Hilfe moderner Filtersysteme. Sie können für reinlichen Wohlgeruch sorgen, wenn Sie den Luftfilter mit etwas Aromaöl oder Parfüm beträufeln. Alternativ produzieren Anbieter spezifische Filter-Duftstäbchen für geeignete Staubsauger-Modelle. Wenn Ihr Gerät hilfreiche Komponenten wie einen Milbenfilter besitzt, sollten Sie diesen Filter ebenfalls prüfen. Gegebenenfalls kann sich ein Austausch lohnen.

Das Saugrohr und den Schlauch reinigen

In den Saugrohren von Staubsaugern können sich unappetitliche Reste absetzen. Sie erzeugen manchmal den müffelnden Geruch, der von den Geräten ausgeht. Falls sich das Rohr entfernen lässt, sollten Sie die Komponente von Zeit zu Zeit mit einem heißen Wasserstrahl ausspülen.

Immer empfiehlt es sich, vorausschauend und präventiv zu reinigen. Saugen Sie nur trockenen Unrat, den das Reinigungsgerät problemlos aufnehmen kann. Der stete Wechsel des Beutels beziehungsweise die Reinigung des Auffangbehälter beugt unliebsamen Gerüchen wirksam vor.

Defekte Geräte: Rat vom Fachmann

Falls die Technik beschädigt ist, kann es trotzdem stinken. Beim Geruch von verbrannten Plastik sollten Sie den Staubsauger deaktiveren. Nun ist ein Spezialist gefragt.

Tipp: Viele Elektrofachleute reparieren Staubsauger. Erkundigen Sie sich über eine mögliche Reparatur. Erfragen Sie zudem die entstehenden Kosten. Zumeist ist es aber sinnvoller, in ein neues Gerät (siehe unser Staubsauger Test) zu investieren. Schließlich kostet solch ein Sauger meist weniger als die Reparatur.