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Der iRobot Roomba 615 im Test

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Das US-amerikanische Unternehmen iRobot wurde 1990 gegründet und hat seit dieser Zeit über 15 Millionen Roboter verkauft. Im Markt der Serviceroboter ist der Hersteller führend, zu seinen erfolgreichsten Modellen zählen der Bodenreinigungsroboter Scooba und der Staubsaugerroboter Roomba. Wir haben das preiswerte Einsteigermodell, den iRobot Roomba 615, über einen längeren Zeitraum auf Chips und Platine getestet. In unserem Test wollen wir klären, ob der Nachfolger des Roomba 620 mit seiner Ausstattung, den Funktionen, der Handhabung und der Saugleistung in der Praxis überzeugt.

Weiterführend: Die besten Saugroboter in der Übersicht.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
ansprechendes, kompaktes und hochwertiges Gehäusekeine zusätzlichen Funktionen
großer Lieferumfang, günstiger Preisvereinzelte Probleme bei der Rückkehr zur Ladestation
für Hartböden, Kanten und Ecken optimalkeine gute Wahl für höhere Teppichböden



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Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang

Da es sich beim Roomba 615 um ein preisgünstiges Modell handelt, verzichtet der Hersteller auf umfangreiche Features und Zusatzfunktionen. Zum Lieferumfang gehören die Home Base Ladestation samt Ladekabel, eine Bedienungsanleitung und ein XLife Akku. Eine Fernbedienung befindet sich leider nicht im Lieferumfang, dafür funktioniert die direkte Aktivierung am Gehäuse sehr intuitiv. Noch schwerer wiegt der Verzicht auf eine ausführliche Bedienungsanleitung. Der runde und kompakte Saugroboter besitzt eine Leistung von 30 Watt und ist 34 cm x 34 cm x 9 cm groß. Damit sollte der knapp 3,6 Kilogramm schwere Roomba noch unter alle gängigen Möbelstücke passen.

Die etwas größeren Abmessungen im Vergleich zur Konkurrenz kommen dafür dem Volumen des Staubbehälters zugute, denn dieser fasst ganze 700 ml. Der 2.200 mAh starke NimH-Akku versorgt den Saugroboter maximal 70 Minuten lang mit Strom und ist in rund 3 Stunden wieder aufgeladen. In unserem Test kamen wir auf durchschnittlich 60 Minuten. Leider gibt es weder eine Anzeige für den Füllstand noch für den Ladezustand des Akkus. Aufgrund des günstigen Preises lässt sich der Roboter auch nicht programmieren.

Dank der iAdapt 1.0 Navigation bewegt sich der Roomba 615 intelligent in den Räumen und bemerkt jegliche Hindernisse bereits frühzeitig. Der Roboter erkennt sogar automatisch die jeweilige Bodenart und dies funktionierte in unserem Test hervorragend. Das patentierte Bürstenmodul des Herstellers verhindert zuverlässig ein Verfangen von Quasten und Fransen. Zur Ladestation, die am besten an einem gut erreichbaren Ort aufgestellt wird, kehrt der kleine Roboter automatisch zurück.

Die Funktionen:
direkte Aktivierung mittels der CLEAN-Taste am Gerät
Random-Verfahren, Spiral-Modus und Wandverfolgung
Sensor für Absätze und akustische Schmutzerkennung

Die Verarbeitung

Mit seinem runden und kompakten Gehäuse der Roomba 615 und dem grau-schwarzen Design sieht der Saugroboter modern und ansprechend aus. Das empfindliche Innenleben des Roboters befindet sich in einem tadellos verarbeiteten Gehäuse, welches aus einem robusten Kunststoffmantel besteht. Optisch und von der Verarbeitung her kann das preiswerte Modell durchaus mit den teureren Saugrobotern des Herstellers mithalten.

Wie seine größeren Brüder verfügt auch der Roomba 615 über die ausgereiften Doppelbürsten. Das spezielle Bürstensystem befindet sich an der unteren Seite und besteht aus einer Bürste mit Borsten und einer Art von Gummiwalze. Das Bürstensystem und die Räder sind gelagert und können automatisch Höhenunterschiede ausgleichen.

Die Handhabung

Die Handhabung bereitete uns während der Tests keine Probleme, auch wenn die Bedienung nicht ausführlich erklärt wird. Der Roomba 615 wird ausschließlich am Gerät selbst über eine einzige Taste aktiviert bzw. deaktiviert. Die Steuerung mit einer Fernbedienung ist nicht möglich und die Reinigungseinsätze lassen sich ebenfalls nicht programmieren. Somit muss man immer Zuhause sein, wenn der Roboter seine Arbeit verrichten soll. Direkt am Gerät kann zwischen den 3 unterschiedlichen Reinigungsmodi gewählt werden.

Im zufälligen Modus bewegt sich der Roboter willkürlich durch den Raum, während er im Spiral-Modus einen stark verschmutzten Sport reinigt. Im Modus Wandverfolgung kümmert sich der Roomba 615 um Ecken. Nach jedem Einsatz sollte das Schmutzfach gereinigt werden. Der Behälter lässt sich einfach entnehmen und ausleeren. Zusätzlich sollten der Filter und die Bürsten in regelmäßigen Abständen geputzt werden. Beides ging uns im Test leicht von der Hand. Käufer mit Haustieren sollten die Bürsten stets gründlich reinigen, denn durch die Tierhaare lässt die Reinigungs- und Saugwirkung drastisch nach.

Mit der Akkulaufzeit von rund 60 Minuten sind wir genauso zufrieden wie mit dem geringen Betriebsgeräusch von nur 61 dB (Note 1.0).

Die Saugleistung

Für unseren Test der Saugleistung verschütteten wir Quarzsand auf verschiedenen Oberflächen in den Räumen. Auf härteren Böden entfernt der kleine Saugroboter den verteilten Sand auf jeden Fall zufriedenstellend. Auch andere Schmutzpartikel sowie Hundehaare hat der Roboter zuverlässig entfernt. Mit seinem Zufallsmodus reinigt der Saugroboter alle Stelen in der Wohnung. Im Vergleich zu anderen preiswerteren Modellen hat der kleine keine Stellen ausgelassen.

Mit dem Spot-Modus lassen sich besonders verschmutzte Stellen gründlich reinigen. Auf Laminat, Parkett, Holzdielen, Fliesen und Stein reinigt der Roboter ähnlich gründlich wie ein herkömmlicher Staubsauger. Festgetretener Dreck und flüssige Speisereste bereiten dem kleinen Helfer jedoch Probleme. Diese hartnäckigen Verschmutzungen schafft der Roomba auch nicht mit seinem Intensiv-Modus.

Dank der verbauten Sensoren hatte der Roomba 615 während unseres Tests keinerlei Probleme mit Treppen oder Absätzen. Das Gleiche trifft auf Türschwellen und Teppichkanten zu. Der Übergang von einem Laminat zu einem höheren Teppich ist sehr problematisch und oft unmöglich, denn der Saugroboter verfügt über keine Kletterfunktion.

Teppichboden:
Auf einem normalen Teppichboden entfernte der iRobot Roomba 615 durchschnittlich 1/3 des verteilten Sandes. Dies ist unserer Meinung nach im Vergleich zu anderen Modellen ein guter Wert. Auf kurzhaarigen Teppichen hinterlässt der Helfer einen zufriedenstellenden Eindruck. Auf Langflorteppichen sind die Ergebnisse deutlich schlechter.

Ecken und Kanten:
Trotz seiner runden Form eignet sich der Saugroboter auch für die Eckenreinigung. Im Modus Wandverfolgung bewegt sich der kleine Helfer an den Wänden entlang und erwischt alle Schmutzpartikel.

Der iRobot Roomba 615 im Test: Das Fazit

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