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Der Miele Triflex HX1 Pro im Test

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Aktualisiert am 7. August 2020 11:09
miele triflex h1 pro testDas deutsche Unternehmen Miele springt erst spät auf den Handheld-Staubsauger-Zug auf, doch das lange Warten scheint sich gelohnt zu haben. Mit dem Triflex HX1 Pro bringt der bekannte deutsche Markenhersteller zum ersten Mal einen 3-in-1-Akkusauger auf den Markt und dieser hat es in sich: Eine hohe Saugleistung mit 3 Stufen, eine lange Betriebszeit von bis zu 120 Minuten, ein zertifizierter HEPA-Filter, 2 wechselbare Lithium-Ionen-Akkus und eine 28 cm breite LED-Elektrobürste. Der Motor lässt sich als praktischer Handstaubsauger verwenden, oberhalb der Bodendüse befestigen oder „Dyson-like“ mit einem langen Handstück benutzen. Wir konnten den Miele Triflex HX1 Pro wochenlang auf verschiedenen Böden testen und schildern im nachfolgenden Artikel unsere gesammelten Eindrücke.

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Am 7. August 2020 11:09
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Weiterführend: Die besten Akku-Staubsauger Test.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
hochwertig verarbeitetes, edles und ansprechendes Designrecht hoher Preis
innovative, patentierte 3-in-1-Funktion und automatische Bodenerkennungnicht ganz so hygienische Behälterentleerung
ausschließlich in Deutschland gefertigt und designedvergleichsweise hohes Gewicht
bis zu 120 Minuten Betriebszeit dank 2 wechselbaren Akkusdie Steckverbindungen sind etwas schwer zu lösen
zertifizierter HEPA Lifetime Filter

Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang


Der Triflex HX1 Pro ist eine rein deutsche Fertigung. Sowohl das Gerät als auch das Design stammen aus dem Bielefelder Miele-Werk. Das für die Augen etwas ungewöhnliche und unförmige Design hat einen guten Grund, denn die Nutzer können entscheiden, ob sie den Schwerpunkt lieber oberhalb der Düse oder direkt in der Hand haben. Im Detail handelt es sich um ein innovatives und patentiertes 3-in-1-Gerät, welches als klassischer Bodenstaubsauger, als praktischer Handstaubsauger oder als Dyson-ähnlicher Sauger fungiert.

Im Handel ist der Miele-Akkustaubsauger in mehreren Farben und Varianten erhältlich. Wir haben die rund 730 Euro teure Pro-Version getestet. Das 185 Watt starke 3-in-1-Gerät arbeitet mit der patentierten Vortex-Technologie (ähnelt der Zyklon-Technologie) und diese sorgt für einen 100 Kilometer pro Stunde starken Luftstrom. Die Nutzer haben die Wahl zwischen 3 unterschiedlichen Leistungsstufen. Die beiden oberen Leistungsstufen (68 und 34 Minuten Betriebszeit) passen sich automatisch an den jeweiligen Untergrund an. Die 28 cm große Bodendüse ist mit einer vorteilhaften LED-Beleuchtung ausgestattet.

Der Miele-Handheld-Staubsauger besitzt einen 500 ml großen Schmutzbehälter (lässt sich mit einer einfachen Drehung öffnen) und arbeitet mit einem 3-stufigen Filtersystem. Dieses besteht aus einem Motorschutzfilter, einem zertifizierten HEPA-Feinfilter und aus einem groben Kunststoff-Filter. Alle Filter müssen in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Dank der beiden wechselbaren und 2.500 mAh starken Lithium-Ionen-Akkus (VARTA) soll der Triflex HX1 Pro eine Betriebszeit von maximal 120 Minuten schaffen. Diese wäre höher als bei allen anderen Geräten in unserem Test.

Der Miele Triflex HX1 Pro kann bei Nichtbenutzung sicher im Raum aufgestellt oder in der Wandhalterung aufbewahrt werden und zeigt mit 3 LEDs die Akkulaufzeit an. Die vollständige Aufladung nimmt laut Hersteller 4 Stunden in Anspruch. Die beiden Akkus können einfach gewechselt und separat aufgeladen werden.

Zum beachtlichen Lieferumfang gehören eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, ein Kunststoff-Saugrohr, eine große Elektro-Bodendüse mit praktischem Gelenkhandgriff, eine Polsterdüse, eine Fugendüse, ein Saugpinsel mit Kunststoffborsten, eine Akku-Ladeschale, der Feinstaubfilter, ein Wechsel-Akku, eine Wandhalterung und das Netzteil.

Die Funktionen:

  • vielseitiger Einsatz dank innovativer 3-in1-Funktion
  • 185 Watt Leistung
  • Vortex-Technologie ohne Staubsaugerbeutel
  • 2 wechselbare 2.500 mAh Varta-Akkus mit 25,2 Volt
  • LED-Akkuladezustandsanzeige
  • 500 ml großer Staubbehälter mit Twist2open-Funktion
  • 3 unterschiedliche Leistungsstufen mit Schieberegler
  • automatische Bodenerkennung
  • herausnehmbare Bürstenrolle
  • sichere Parkfunktion
  • flexible Lademöglichkeiten
  • zertifizierter HEPA-Filter
  • 28 cm breite LED-Elektrobürste

Die Verarbeitung

<Der ungewöhnlich geformte und 129,7cm x 26 cm x 28 cm große Miele Triflex HX1 Pro ist etwas schwerer als die meisten Konkurrenten und wiegt 3,64 Kilogramm. Das Gerät ist absolut hochwertig verarbeitet und muss sich vor den hochwertigen Dyson-Modellen nicht verstecken. Die Steckverbindungen funktionierten in unserem Test einwandfrei, jedoch ließen sich die Verbindungen manchmal nicht ganz so einfach lösen.

Miele setzt auf einen hochwertigen Marken-Akku und hat bei der Verarbeitung des Zubehörs nicht gespart. Der 500 ml große Schmutzbehälter wird mit einer praktischen Drehfunktion geöffnet und kann einfach entnommen werden. Der Feinstaubfilter sollte regelmäßig ausgeklopft werden, doch dies gestaltete sich in unserem Test als etwas schwierig: Zum einen kann man den Filter schlecht greifen und zum anderen benötigt man überdurchschnittlich viel Kraft.

Vorstellung von Miele Great Britain – youtube.com

Die Handhabung

Als wir den Triflex HX1 Pro zum ersten Mal aus der Verpackung nahmen, empfanden wir das Gerät als recht unförmig. Eigentlich weiß man überhaupt nicht wo oben und unten ist. Miele hat das spezielle Design jedoch aus einem guten Grund gewählt, denn dieses ermöglicht eine innovative 3-in-1-Funktion, die sich das deutsche Unternehmen patentieren ließ.

Durch die merkwürdige Geräteform wirkt der Triflex HX1 Pro wie eine gelungene Mischung aus der traditionellen Bauart und der Dyson-ähnlichen, modernen Bauart. Je nachdem, wie wir den Staubsauger in unserem Test zusammensteckten, lag der Schwerpunkt entweder direkt in unserer Hand oder befand sich knapp über der Bodendüse. Der ergonomisch geformte Griff mit dem Stufenregler ist ein steckbares Einzelteil. Stecken wir dieses an den Akkustaubsauger und positionieren das Saugrohr nach unten, ähnelt die Bauart dem Dyson V10.

Durch seine spezielle Bauform ist der Triflex HX1 Pro ein überaus wendiger Haushaltshelfer. In unserem Test konnten wir mit dem Miele bequem am Boden, an einer Wand oder Decke, in schwer zugänglichen Bereichen und mühelos unter Möbelstücken saugen. Entfernt man das Saugrohr, kann man alle Düsen direkt in den Miele stecken. Im Handumdrehen hat man einen kompakten Akkustaubsauger für die Reinigung von Tischen und Polstermöbeln.

Mit Saugrohr und Elektrodüse wiegt das 3-in-1-Gerät knapp 1 Kilogramm mehr als die Konkurrenten. Um dieses Gewicht bei längerem Saugen nicht unangenehm zu bemerken, sollte man den Miele in der traditionellen Bauart benutzen. Durch den unteren Schwerpunkt lässt sich der schwere Triflex HX1 Pro mühelos über den Boden schieben. Der Umbau ist kein großes Problem, jedoch benötigen wir während unseres Tests vergleichsweise viel Kraft. Zierliche Hausfrauen könnten damit eventuell Probleme haben.

Laut dem Hersteller beträgt das maximale Betriebsgeräusch 80 dB und eine vollständige Akkuaufladung dauert 4 Stunden. Wir haben beide Werte überprüft und können Erfreuliches berichten: Die Aufladung benötigte in unserem Test 3 Stunden und 25 Minuten. Auf der niedrigsten Saugstufe konnten wir 69,7 und auf der höchsten Leistungsstufe 72 dB messen. Die Ergebnisse der Betriebszeit sind leider nicht so erfreulich. Wir schafften bis zu 70 Minuten in der niedrigsten Stufe, rund 50 Minuten in der mittleren und knapp 30 Minuten in der höchsten Stufe.

Die Saugleistung

Miele verzichtet leider auf eine direkte Angabe der Saugkraft. Deshalb waren wir überaus gespannt, wie sich der teure Triflex HX1 Pro in unserer Test-Wohnung schlägt. Auf verschiedenen Hart- und Teppichböden haben wir diverse Verschmutzungen, wie Tierhaare, Kaffeepulver, Sand, Staub und Essensreste verteilt. Dank der beiden wechselbaren Akkus eignet sich das 3-in-1-Modell für mittelgroße bis größere Wohnungen.

Mit der 28 cm großen Elektrobürste und der leistungsstarken Vortex-Technologie erzielten wir hervorragende Ergebnisse. Die harten Borsten eignen sich bestens für Tierhaare und dank der LED-Beleuchtung sieht man den Schmutz auch in dunklen Bereichen. Die Behälterentleerung funktioniert einfach, jedoch nicht ganz so sauber wie bei Dyson. In unserem Test verblieben bei jeder Leerung Reste im Behälter.

Hartboden:
Auf den Hartböden in unserer Test-Wohnung entfernte der Triflex HX1 Pro alle verteilten Schmutzpartikel. Die beiden niedrigen Stufen reichen für harte Böden in jedem Fall aus.

Teppichboden:
Kurzflorteppiche werden in den ersten beiden Stufen ordentlich sauber und sogar Hochflorteppiche wurden in unserem Test zuverlässig gereinigt. Für hohe Teppiche benötigt man jedoch die mittlere oder die höchste Saugstufe.

Ecken und Kanten:
Schwer zugängliche Stellen schafft der Triflex HX1 Pro nicht zu 100 Prozent auf einmal.

Der Miele Triflex HX1 Pro im Test: Das Fazit

Miele Triflex HX1 Pro Test
  • Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang
  • Verarbeitung
  • Handhabung
  • Saugleistung
4.5

Testfazit

Mit dem 730 Euro teuren Triflex HX1 Pro ist dem deutschen Markenhersteller Miele der Einstieg in die Welt der Akkustaubsauger auf jeden Fall gelungen! Der Triflex HX1 Pro wird ausschließlich in Deutschland hergestellt und besitzt ein auffälliges und ungewöhnliches Design. Dank seiner innovativen und patentierten 3-in-1-Funktion lässt sich der Miele überall in der Wohnung verwenden.

Aufgrund der wechselbaren und separat ladbaren Akkus verfügt der Triflex HX1 Pro über eine hohe Ausdauer und eignet sich für größere Wohnungen. Das Gerät ist erstklassig verarbeitet, besitzt ein optisch ansprechendes Design und wiegt rund 1 Kilogramm mehr als die Konkurrenz. Bedienung und Handhabung sind durch den einfachen Umbau jedoch einwandfrei. Leider braucht man für das Umstecken und für die Filterreinigung etwas zu viel Kraft.

In unserer Test-Wohnung erzielten wir mit dem Triflex HX1 Pro überaus gute Ergebnisse. Weder auf Hochflorteppichen noch mit Tierhaaren hatte der Miele Probleme. Die Saugleistung wird zwar nicht explizit angegeben, liegt jedoch fast auf einem Level mit dem Dyson V11. Trotz der hohen Leistung ist das Betriebsgeräusch auf der höchsten Stufe nicht überdurchschnittlich hoch. Käufer, die auf das Qualitätssiegel „Made in Germany“ Wert legen und einen qualitativ hochwertigen, vielseitigen und leistungsstarken Handheld-Staubsauger suchen, können bedenkenlos zuschlagen. Für rund 500 Euro gibt es die normale Version ohne zweiten Akku.

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Preishistorie für Miele Triflex HX1 Pro

Statistiken

Aktueller Preis 710,62€7. August 2020
Höchster Preis710,62€1. August 2020
Niedrigster Preis699,00€5. August 2020
Seit 1. August 2020

Letzte Preisänderungen

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