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Der iRobot Roomba 866 im Test

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Unter dem Namen „Roomba“ entwickelt und produziert der weltweit führende Roboter-Hersteller iRobot leistungsstarke Haushaltsroboter. Der erste Roomba erblickte im Jahr 2002 das Licht der Welt und seit dieser Zeit hat das Unternehmen mehr als 15 Millionen Roboter verkauft. Wir konnten den Roomba 866 aus der seit 2013 erhältlichen 800er-Serie ausgiebig testen und uns von der Verarbeitung, den Funktionen, der Bedienung und Reinigungsleistung ein Bild machen.

Weiterführend: Mehr Sauger von iRobot in der Übersicht.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
hochwertiges, modernes und kompaktes Designhoher Kaufpreis
einfache Handhabung per App, tolle Ausstattungmehr Zubehör wäre angemessen
sehr gute Reinigungsleistung für einen Saugroboter



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Vorstellung der 800er Serie von iRobot – youtube.com

Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang

Der Roomba 866 kommt wie alle 800er-Modelle ohne die klassischen Bürsten aus und besitzt an der Unterseite 2 Gummiwalzen. Sein für den Hersteller iRobot typisches Design in Schwarz und Silber macht einen ansprechenden und hochwertigen Eindruck. Auf der Oberseite befinden sich alle Bedienelemente, eine große Clean-Taste und eine LCD-Anzeige. Zusätzlich zu den Walzen gibt es an der Unterseite 2 große Laufräder, ein kleineres Navigationsrad und eine seitliche Bürste. Diese erwischt Schmutz in Ecken und Kanten und führt diesen zu den Walzen.

Keine Bürsten sonder Gummiwalzen kommen bei fast allen Roombas zum Einsatz.

Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 35 cm, ist rund 9 cm hoch und wiegt knapp 4 Kilogramm. In Kombination mit dem robusten Tragegriff lässt sich der Roomba 866 leicht in andere Räume transportieren. Dank der flachen Bauweise passt der Saugroboter unter unsere Couch und kann dort reinigen, wo wir mit unserem Staubsauger nicht hinkommen. Dank seinem Stoßdämpfer und den Sensoren erkennt der Roomba Hindernisse und beschädigt diese bei einem Aufprall nicht. Sollte sich der Stoßfänger etwas verziehen oder die Sensoren darunter zu verdreckt sein, dann funktioniert die Navigation nicht mehr richtig. Leider hatte sich unser Modell wohl beim Transport etwas verzogen. Somit mussten wir den Stoßfänger abschrauben und die Sensoren reinigen.

Der Staubbehälter befindet sich an der Rückseite, hat ein 600 ml großes Füllvolumen und ist mit einem HEPA-Filter versehen. Dieser filtert auch kleinste Staubteilchen und dadurch eignet sich der 866 für Allergiker. Die Saugkraft ist laut iRobot 5 mal so stark wie bei den älteren Modellen. Zuerst haben wir die Ladestation (Home Base) aufgestellt und den Kleinen aufgeladen. In 2,5 bis 3 Stunden ist der XLife Akku vollständig geladen und hält je nach Reinigungsintensität zwischen 1,5 und 2 Stunden.

Zum Lieferumfang des Saugroboters gehören eine Home Base samt Netzteil, eine Kurzanleitung und ein mehrsprachiges Benutzerhandbuch. Eine Fernbedienung ist nicht enthalten und lässt sich bei Bedarf zusätzlich erwerben. Weiteres Zubehör und Ersatzwalzen können online bestellt werden.

Die Funktionen:

  • 2 AeroForce-Gummiwalzen
  • Integrierter HEPA-Filter
  • Seitliche Bürste
  • Home Base mit Netzkabel
  • XLife-Akku
  • Programmierbare Reinigung über 7 Tage
  • Sensor-Navigation
  • Automatische Rückkehr zur Ladestation
  • Spotmodus für hartnäckige Verschmutzungen
  • Absturz- und Hindernisssensoren
  • LCD-Anzeige
  • Akustische Signale

Die Verarbeitung

Der Roomba 866 kostet rund 500 Euro und befindet sich im mittleren/oberen Preisbereich. Er spricht dank seinen wartungsarmen Gummiwalzen auch Haustierbesitzer an, denn in diesen verfangen sich keine Hunde- oder Katzenhaare. Zudem besitzt er eine deutlich höhere Leistung und eine etwas bessere Ausstattung als die älteren 600er- und 700er-Modelle. Sein optisch ansprechendes Gehäuse ist wie vom Hersteller gewohnt tadellos verarbeitet und erinnert an den großen Bruder, den iRobot 960. Über den kleinen Tasten leuchten die Beschriftungen in einem kräftigen Weiß. Die große Clean-Taste leuchtet gut sichtbar Grün.

Leider ist die Oberfläche sehr anfällig für Kratzer und sieht nach bereits zwei Wochen etwas gebraucht aus. Dafür macht das Gehäuse an der Ober- und Unterseite einen robusten und durchdachten Eindruck. Der Stoßdämpfer ist nicht starr und bewegt sich. In Kombination mit den darunter befindlichen Sensoren kann der Roboter auf jedes Hindernis reagieren und seinen Fahrtweg entsprechend anpassen.

Die Handhabung

Nach dem vollständigen Aufladen nahmen wir zuerst die grundlegenden Einstellungen vor. Direkt über die Tasten an der Oberseite haben wir Uhrzeit und Sprache eingestellt. Der Roboter hat eine angenehme Frauenstimme und spricht mehrere Sprachen. Als Nächstes programmierten wir einen 7-tägigen Reinigungsplan. Zu einer festen Startzeit beginnt der Roomba 866 täglich seine Reinigungsarbeit und kehrt anschließend automatisch zu seiner Ladestation zurück.

Zudem lässt sich der Saugroboter manuell starten – ein einfacher Tastendruck auf „Clean“ genügt. Via Spot-Taste entfernt der Roomba kreisförmig hartnäckige Verschmutzungen. Mittels der optional erhältlichen Fernbedienung lässt sich der Roboter manuell steuern. Eine Steuerung via App ist nicht möglich.

Da die Home Base im Wohnzimmer steht, beginnt der Roomba dort seine tägliche Arbeit. Es gibt 2 große Teppiche (Kurzflor) eine Menge Laminat, zahlreiche Möbelstücke und eine große Couch. Am ersten Tag rollte der Roboter zielstrebig auf die Couch zu und verschwand darunter. Wir waren positiv überrascht, dass er ca. 2 Minuten später wieder auftauchte und weiterputzte. Mit einem einfachen Tastendruck auf Clean lässt sich der Roomba 866 sofort stoppen. Danach kann man den Kleinen beispielsweise in ein anderes Stockwerk tragen und dort weiter reinigen lassen.

Nach unseren Tests hat sich hier einiges angesammelt.

Der HEPA-Filter befindet sich im 600 ml großen Staubbehälter und lässt sich einfach entfernen und ausklopfen. Die Reinigung des Staubbehälters an sich ist recht einfach, jedoch blieb in unserem Test immer etwas Schmutz auf dem Boden liegen. Dies lässt sich bei der Behälterentnahme leider nicht vermeiden. Während der Reinigung war der Roomba deutlich leiser als unser Siemens-Staubsauger. Das Betriebsgeräusch liegt bei rund 60 Dezibel und ist auch für unsere Hunde angenehmer.

Die Saugleistung

Um den Roomba 866 unter verschiedenen Bedingungen testen zu können, haben wir in unserer Wohnung viele unterschiedliche Verschmutzungen verteilt. Unsere Hunde haben uns dabei sehr geholfen und eine Menge Haare verstreut. Dank dem flachen Gehäuse kommt der Roomba überall hin und sogar unter unsere Couch. Dort reinigt er besonders gerne und hält sich entsprechend lange unter dem Möbelstück auf.

Die rotierende Seitenbürste schaufelt den ganzen Schmutz zu den beiden Walzen und diese leiten den Dreck sofort in das Innere des Staubbehälters. Aufgrund der vielen Hundehaare mussten wir diesen leider zwei bis dreimal leeren. Bei einem Haushalt ohne Hunde sollte dies deutlich weniger der Fall sein.

Hundehaare und andere Verschmutzungen haben dem Roomba keine Probleme bereitet. An der Seitenbürste bleibt kaum etwas hängen und auch die Walzen sind um einiges wartungsärmer als klassische Borsten. Nach einer Woche haben wir die beiden Walzen entnommen und an den Seiten recht viele Hundehaare entfernt. Vom Laminat, den Fliesen im Bad und Vinyl im Gang hat der Roomba Haare, Staub, Sand und andere Schmutzpartikel restlos entfernt.

Hartböden:
Um die Saugleistung zu beurteilen, haben wir im Rahmen unseres Tests verschiedene Schmutzpartikel in der Wohnung und auf unser Teststrecke verteilt. Auf den harten Böden hat uns der Roomba 866 voll und ganz überzeugt und Sand, Staub, Tierhaare sowie andere Schmutzpartikel vollständig entfernt.

Teppichboden:
Wie die meisten Saugroboter hat der Roomba 866 auf Teppichen etwas mehr Probleme, vor allem, wenn es sich um höhere Teppiche handelt. Einige Tierhaare blieben trotz intensiver Spot-Reinigung in den Teppichen hängen.

Weiterführend: Die besten Staubsauger für Tierhaare

Ecken und Kanten:
Dank der seitlichen Bürste erwischt der kleine Haushaltshelfer auch in Ecken und Kanten jegliche Verschmutzungen. Seine runde Bauweise hindert ihn dabei nicht.

Der iRobot Roomba 866 im Test: Das Fazit

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