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Der Proscenic P10 im Test

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Aktualisiert am 25. Oktober 2020 3:59
prosenic p10 testMit dem P10 ist dem chinesischen Hersteller Proscenic ein preiswerter und leistungsstarker Akku-Staubsauger gelungen. Für rund 200 Euro bekommen die Käufer ein vielseitiges 2-in1-Gerät mit einem modernen Design, einem wechselbaren Akku und einer praktischen Touchscreen-Anzeige. Der bürstenlose Motor sorgt für eine hohe Saugkraft von 22.000 Pa und die 2-in-1 Bürste eignet sich dank einer Mischung aus weichen und harten Borsten für die Reinigung von Hartböden und Teppichen. Dank dem abnehmbaren Verlängerungsrohr lässt sich der P10 sowohl als herkömmlicher Bodenstaubsauger als auch als tragbarer Handstaubsauger verwenden. Wir haben den neuen und vielversprechenden Proscenic P10 mehrere Wochen lang getestet und konnten uns ausführlich von seiner Verarbeitung, der Handhabung, den Funktionen und der Reinigungsleistung überzeugen.

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Weiterführend: Die besten Akku-Staubsauger Test.

Die Vor- und Nachteile im Schnellüberblick

Vorteile Nachteile
vergleichsweise günstiger Preissaugt nur vorwärts
überraschend gute Verarbeitungauf Teppichböden weniger überzeugend
einfache und benutzerfreundliche HandhabungProbleme mit Verschmutzungen in Ecken und Kanten
4 Saugstufen mit Soft-Touch-Funktion und arretierbarem PistolentasterSaugstufe 1 als Standardeinstellung
wechselbarer Akku, Touchscreen-Anzeige

Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang

prosenic p10 lieferumfangDer Proscenic P10 orientiert sich vom Design her an den weitaus teureren Dyson-Modellen und besitzt eine Ausstattung, die man in diesem Preisbereich kaum vorfindet. Mit dem bewährten, pistolenartigen Design in glänzendem Blau und mit silberfarbigen Mini-Zyklonen sieht das 2-in-1-Gerät sehr ansprechend aus.

Die Mini-Zyklonen sind jedoch nur ein Designelement, denn die Schmutzfilterung findet ausschließlich durch einen Hauptzyklon (1 Stufe) statt. Darüber hinaus besitzt der P10 einen Metallvorfilter für gröbere Verschmutzungen und einen Allergiker freundlichen HEPA-Feinfilter. Der 650 ml große Schmutzbehälter lässt sich einfach entleeren, einen intelligenten Reinigungsmechanismus wie beim Dyson gibt es aber nicht.

Über eine moderne Touch-Fläche (befindet sich auf der Hinterseite) können die Benutzer 4 unterschiedliche Saugstufen einstellen. Die Bodendüse ist mit einer praktischen LED-Beleuchtung ausgestattet.

Besonders gut gefallen hat uns der Pistolentaster, denn wir mussten diesen während unseres Tests nicht dauerhaft gedrückt halten. Einmal kurz drücken zum Einschalten und nochmals kurz drücken zum Ausschalten. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten.

prosenic p10 details-2

Der Proscenic besitzt einen wechselbaren (per Taste) Akku mit 2.200 mAh Leistung. Der Akkuzustand wird leider nur in 2 Stufen angezeigt: Ist der Akku voll, leuchtet das Symbol grün. Ist der Akku fast leer, leuchtet das Symbol rot. Die Aufladung erfolgt in der beiliegenden Wandhalterung und dauert laut Hersteller knapp 4 Stunden.

Der Lieferumfang kann sich sehen lassen: In der Verpackung befinden sich ein formschönes Metall-Saugrohr, eine Boden-Elektrobürste samt Gelenk, eine Mini-Elektrobürste (unter anderem für Polster, Milben oder Tierhaare), eine 2-in-1-Staubbürste (Möbel- und Polsterbürste), eine Wandhalterung mit Ladefunktion und Steckernetzteil, ein 2.200 mAh Akku, ein Reinigungswerkzeug für die Bürsten und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

Die Funktionen:

  • flexibel umwandelbares 2-in-1-Design
  • bürstenloser Digitalmotor mit 110.000 Umdrehungen pro Minute
  • 22.000 Pa starke Saugleistung
  • Touchscreen-Anzeige
  • 4 Saugstufen
  • 1-Stufen­Zyklon-System
  • 650 ml großer Schmutzbehälter mit Entleerung per Knopfdruck
  • mehrstufiges Filtersystem mit HEPA-Feinfilter
  • Bodendüse mit LED-Frontlicht
  • 2.200 mAh starker, wechselbarer Li-Ion-Akku
  • 2-stufige Akku-Zustandsanzeige
  • Wandhalterung inklusive Ladestation

Die Verarbeitung

prosenic p10 details-1
Schon vor unserem Praxis-Test und direkt nach dem Auspacken hat uns der P10 positiv überrascht: Dem chinesischen Hersteller ist nicht nur ein modernes Design mit ansprechenden Farben geglückt. Die einzelnen Teile sind überraschend gut verarbeitet und überzeugen mit einer hohen Materialqualität. Eigentlich hätten wir dies bei einem solch günstigen Gerät nicht unbedingt erwartet.

Viele Komponenten könnten aufgrund der optischen Ähnlichkeit sogar von Dyson stammen, wenngleich die Bürsten von der Wertigkeit her nicht an den Marktführer herankommen. Der P10 misst als herkömmlicher Bodenstaubsauger 119 cm x 25,40 cm x 21,84 cm und wiegt mit Elektrobürste 2,5 Kilogramm.

Mit seiner universellen Bodenelektrobürste reinigt der Proscenic alle gängigen Fußböden. In unserem Test stellten jedoch fest, dass die Borsten etwas zu hart für das empfindliche Parkett sind. Aufgrund des großen Bodenabstands eignet sich der P10 bestens für gröbere Verschmutzungen. Mit der kleineren Elektrobürste reinigt der Proscenic Autoinnenräume, Polster und Matratzen. Die 2-in1-Staubbürste entfernt Spinnweben von Wänden und Decken.

Vorstellung von Prosenic – youtube.com

Die Handhabung

prosenic p10 details-5Der P10 von Proscenic orientiert sich nicht nur optisch sondern auch von der Handhabung her an den beliebten Markengeräten. Die 2-in1-Funktion ist anwenderfreundlich gestaltet: Im Handumdrehen verwandelten wir den Akkustaubsauger in unserem Test in einen herkömmlichen Bodenstaubsauger und umgekehrt.

Die Bedienung ist schnell erlernt. Einschalten, eine Saugstufe wählen und loslegen. Im Gegensatz zu vielen namhaften Konkurrenten muss der Pistolentaster nicht ständig gedrückt gehalten werden und dies ist vor allem bei längeren Reinigungseinsätzen ein riesiger Vorteil. Leider ist der P10 nicht „intelligent“ genug und merkt sich die zuletzt eingestellte Saugstufe nicht. Da wir in unserem Test hauptsächlich die dritte und die vierte Stufe benötigten, war dies ein wenig unkomfortabel.

Mit seinen knapp 2,5 Kilogramm liegt der P10 ergonomisch und nicht zu schwer in der Hand. Das Saugen funktioniert mühelos, jedoch ausschließlich in eine Richtung (vorwärts). Ohne Saugrohr und Düse wiegt das Handgerät gerade einmal 1,4 Kilogramm. Durch das schlanke Design gelangt der Proscenic problemlos unter Möbelstücke. Aufgrund des fehlenden Kniegelenks muss man sich für die Reinigung jedoch etwas bücken. Von der LED-Beleuchtung waren wir enttäuscht, denn die 4 LEDs leuchten nur sehr schwach und sind keine echte Bereicherung.
prosenic p10 details-3
Wir haben in unserem Test sowohl die Akkulaufzeit (mit Hauptbürste) als auch das Betriebsgeräusch (1 Meter Abstand) gemessen. In der ersten Stufe (7.500 Pa) schafften wir mit dem P10 rund 45 Minuten. In der zweiten Stufe (12.000 Pa) hielt eine Akkuladung 24 Minuten lang. In der dritten Stufe (16.000 Pa) liegt die Laufzeit bei 14 Minuten und auf der höchsten Stufe (22.000 Pa) konnten wir 10,5 Minuten messen. Im Hinblick auf den günstigen Preis sind die gemessenen Werte unserer Meinung nach mehr als in Ordnung. Das Gleiche trifft auf das Betriebsgeräusch zu: 72 dB auf der ersten Stufe, 73 dB auf der zweiten Stufe, 74,3 dB auf der dritten Stufe und 75,8 dB im Boost-Modus.

Der Akku lässt sich mit einem einfachen Knopfdruck entfernen und austauschen. Mit einem zweiten Akku kann die maximale Betriebszeit verdoppelt werden (ein zweiter Akku liegt leider nicht bei). Für eine vollständige Akkuaufladung benötigten wir in unserem Test 3 Stunden und 45 Minuten und somit etwas weniger als angegeben.

Die Saugleistung

prosenic p10 details-4Auf dem Papier beeindruckt der Proscenic P10 mit einer hohen Saugleistung von 22.000 Pa (185 AirWatt), doch wie gut schlägt sich der der preiswerte Akku-Staubsauger in unserer Test-Wohnung?

Um die Saug- und Reinigungsleistung objektiv beurteilen zu können, haben wir auf verschiedenen unseren Hart- und Teppichböden diverse Verschmutzungen (unter anderem Staub, Tierhaare, Quarzsand, Kaffeepulver und Essenreste) verteilt. Laut dem Hersteller eignet sich die Universalbürste für alle Böden. Wie weiter oben schon erwähnt würden wir vor einer Verwendung auf Parkettboden abraten, denn sonst muss man eventuell mit Mikrokratzern rechnen.

Hartboden:
In unserem Test reinigte der P10 alle Hartböden (Laminat, Vinyl und Parkett) unserer Wohnung gründlich. Er entfernte auf der dritten und vierten Stufe alle feinen und groben Verschmutzungen. Auf Hartböden kann der Proscenic durchaus mit den namhaften Geräten der Mittelklasse mithalten.

Teppichboden:
Von unseren Kurzflorteppichen entfernte der P10 knapp 70 Prozent des verteilten Quarzsands und dies ist ein zufriedenstellender Wert. Auf Hochflorteppichen schaffte der Proscenic auf der höchsten Saugstufe gerade mal noch 53 Prozent. Zum Vergleich: Der AEG QX9 entfernt über 80 Prozent und der Dyson V11 Absolute über 90 Prozent.

Ecken und Kanten:
In diesen Bereichen offenbarte der P10 eine weitere Schwäche: Trotz der maximalen Saugstufe verblieb an einigen Stellen ein breiter Schmutzstreifen (5 bis 7 mm). In Ecken und Kanten sind die Reinigungsergebnisse somit sichtbar schlechter als bei der Konkurrenz.

Der Proscenic P10 im Test: Das Fazit

Proscenic P10 Test
  • Ausstattung, Funktionen und Lieferumfang
  • Verarbeitung
  • Handhabung
  • Saugleistung
3.8

Fazit

Der P10 überzeugt direkt nach dem Auspacken mit einem ansprechenden und modernen Design, einer erstklassigen Verarbeitung und einem großen Lieferumfang. Die technischen Daten und die Funktionen lesen sich beeindruckend, können in unserem Praxis-Test jedoch nicht mehr so stark glänzen. Dennoch: Für rund 200 Euro bekommen die Käufer bei der Konkurrenz keinen vergleichbaren 2-in-1-Handelheld-Staubsauger. Die tatsächliche Saugleistung ist geringer als angegeben und in den ersten beiden Stufen grundsätzlich zu schwach.

In unserer Test-Wohnung benötigten wir stets die dritte oder vierte Stufe und ärgerten uns über den automatischen Stufenreset. Bedienung, Umbau und Touchscreen-Anzeige sind in jedem Fall gelungen. Der P10 liegt angenehm in der Hand und passt auch unter Möbelstücke. Im Gegensatz zu vielen namhaften Akkustaubsauger muss man den „Powerknopf“ nicht gedrückt halten. Dafür kann der Proscenic ausschließlich vorwärts saugen und besitzt eine unserer Meinung zu schwache LED-Beleuchtung. In unserem Praxis-Test zeigte der preiswerte Akkustaubsauger deutliche Schwächen auf Hochflorteppichen, in Ecken und in Randbereichen.

Unter dem Strich ist der P10 von Proscenic ein durchschnittlich guter Akku-Staubsauger mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen günstigen Preis von rund 200 Euro bekommen die Käufer einen optisch ansprechenden, erstklassig verarbeiteten und intuitiv bedienbaren Akku-Staubsauger mit einigen praktischen Funktionen und einer überzeugenden Reinigungsleistung auf Hartböden.

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Preishistorie für Proscenic P10

Statistiken

Aktueller Preis 199,00€25. Oktober 2020
Höchster Preis199,00€30. Juni 2020
Niedrigster Preis149,25€10. September 2020
Seit 27. Juni 2020

Letzte Preisänderungen

199,00€11. September 2020
149,25€10. September 2020
199,00€23. Juli 2020
159,20€22. Juli 2020
199,00€14. Juli 2020