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Ist ein Hepa-Filter sinnvoll?

Mittlerweile verfügen viele aktuelle Staubsauger und Staubsauger-Roboter über einen sogenannten HEPA-Filter. Ob dies aber wirklich einen Mehrwert bringt und worauf zu achten ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wenn Sie sich vor dem Kauf eines neuen Staubsaugers etwas über die aktuellen Modelle informieren, werden Sie sicherlich die aktuellen Staubsauger-Modelle mit Hepa-Filter bemerken. Ein Filter klingt immer gut, doch kaum jemand weiß, wozu ein Hepa-Filter eigentlich eingesetzt wird. Hinzu kommt auch noch, dass bei Hepa-Filtern teils gravierende Unterschiede existieren, so dass es für den Laien nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob ein bestimmter Hepa-Filter wirklich gut ist. Demzufolge sagt die Bezeichnung Hepa wenig über die tatsächliche Qualität des Filters aus, sondern signalisiert lediglich, dass es sich hierbei um eine bestimme Filterform handelt und zwar den Schwebstofffilter.

Funktionsprinzip eines Hepa-Filters

Die ersten Schwebstofffilter wurden Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt, um im Ernstfall bei einer atomaren Explosion die radioaktiven Teilchen schnell und effektiv aus der Luft filtern zu können. Bei einem Schwebstofffilter kommt ein anderes Verfahren zum Einsatz, als es der Fall bei gewöhnlichen Filtern ist. Hier werden nämlich gleich drei Unterschiedliche Verfahren eingesetzt, um eine optimale Filterleistung zu erreichen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um den Trägheitseffekt, den Sperreffekt und den Diffusionseffekt. Die Kombination dieser drei Verfahren gewährleistet einen optimalen Filterbetrieb und sorgt dafür, dass nur wenige kleine Partikel durch den Filter durchrutschen können.

Unterschiedliche Filterklassen

Im direkten Vergleich zu gewöhnlichen Staubfiltern, sind Hepa-Filter um ein Vielfaches effektiver. Hepa-Filter können nämlich auch Partikel, die kleiner als 1 Mikrometer sind, effektiv filtern. Keime, Viren, Bakterien oder auch Tabakrauchbestandteile können je nach Filterklasse mehr oder weniger gefiltert werden. Die Filterklassen, die bei modernen Staubsaugern eingesetzt werden, sind H12 bis H14.

Diese haben folgende Abschiebegrade:

  • H12 weiset einen Abscheidegrade von 99,5 Prozent auf
  • H13 zeichnet sich aus durch einen Abscheidegrad von 99,95 Prozent
  • H14 verfügt über einen Abscheidegrad von 99,995 Prozent

Mit dem Abscheidegrad eines Filters wird das Verhältnis zwischen aufgenommener und abgeschiedener Menge bezeichnet. Bei den meisten modernen Staubsauger-Modellen mit Hepa-Filter handelt es sich um die H13 Spezifikation. Bei solchen Geräten werden also maximal 0,05% der eingesaugten Teilchen mit der Abluft wieder abgeschieden.

Hepa für alle?

Die großen Vorteile von Staubsaugern und Staubsauger-Robotern mit Hepa-Filter zeigen sich erst dann, wenn Asthmatiker oder Allergiker im Haus leben. Denn mit einem solchen Gerät lassen sich Pollen, Hausstaubmilden und andere unerwünschte Allergene effektiv entfernen. Bei der Kaufentscheidung sollte natürlich nicht nur der Filter das ausschlaggebende Argument sein. Denn auch der Staubsauger muss speziell versiegelt sein, weil ansonsten die eingesaugten Teilchen wieder in den Raum entweichen können.

Wenn Sie also ein Billiggerät mit einem leistungsstarken Hepa-Filter nachrüsten, ist eine verbesserte Hygiene leider nicht automatisch gewährleistet. Aber auch mit den besten und leistungsstärksten Staubsaugern sollten Allergiker und Asthmatiker niemals selber saugen. Am besten ist es, wenn empfindliche Personen während des Staubsaugens die Räume verlassen und erst dann wieder nach der Reinigung und gründlichem Lüften wieder zurückkehren

Titelbild Quelle: HEPA-Filter von Miele (Amazon Partnerprogramm)