In ihrer Test-Ausgabe (Februar 2020) hat die Stiftung Warentest Staubsauger sowohl mit als auch ohne Beutel untersucht. Im nachfolgenden Artikel stellen wir die Testsieger vor und helfen unseren Lesern dabei, den individuell besten Staubsauger zu finden.
Die Anforderungen an einen Staubsauger sind vielseitig. Besonders Tierhaare erweisen sich als eine große Herausforderung für die Reinigungsgeräte, denn die Hunde- oder Katzenhaare haken sich in Textilien und Teppichen regelrecht fest.
Grobe Verschmutzungen in Form von Krümeln oder Staub muss ein guter Staubsauger aber auch meistern können. Ob der eingesaugte Schmutz danach in einem klassischen Beutel oder in einer auswaschbaren Box landet, ist erst einmal weniger wichtig.
Inhaltsverzeichnis
- Was hat die Stiftung Warentest untersucht?
- Staubsauger im Test – hier sind die Ergebnisse
- Testsieger Vorwerk Kobolt VT300
- AEG VX7-2-IW-S – der Preis-Leistungs-Sieger
- Siemens iQ700 VSC7AC342 – die beste Handhabung
- Getestete Staubsauger ohne Beutel
- Bosch BGS5FMLY2 Relax’x – besonders effektiv gegen Tierhaare
- Miele SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency Eco Line – ein gutes Gesamtpaket
Was hat die Stiftung Warentest untersucht?
Die erfahrenen Tester haben 15 Staubsauger unter die Lupe genommen. 9 Geräte haben einen klassischen Beutel und 6 Staubsauger sind mit einem modernen, beutellosen System ausgestattet. Die Stiftung Warentest hat das Saugverhalten auf unterschiedlichen Böden samt der Tierhaaraufnahme von Teppichen, die Handhabung der Geräte, die Saugfähigkeit auf harten Böden, die Haltbarkeit und die Umwelteigenschaften überprüft. Die Untersuchungspunkte Sicherheit und Schadstoffe flossen nicht in die Gesamtnoten mit ein.
Staubsauger im Test – hier sind die Ergebnisse
Bei den Staubsaugern mit einem klassischen Beutel erhielten 6 der 9 Modelle eine „Gut“ als Gesamtnote. Ein Staubsauger bekam ein „Befriedigend“ und 2 Modelle die Note „Ausreichend“. Bei den beutellosen Staubsaugern waren die Ergebnisse durchwachsener. Nur 2 Geräte erhielten eine „Gut“ als Gesamtnote. 3 Modelle waren „Befriedigend“ und ein Staubsauger bekam von den Testern die Endnote „Ausreichend“.
Testsieger Vorwerk Kobolt VT300
Das Modell Vorwerk Kobolt VT300 (inklusive Elektrobürste EB 400) wurde von der Stiftung Warentest zum Sieger gekürt. Mit einem Kaufpreis von knapp 900 Euro ist der Staubsauger mit Abstand das teuerste Gerät im Test. Dank der Elektrobürste werden Tierhaare zuverlässig aufgenommen. Von allen Staubsaugern, die die Stiftung Warentest untersuchte, besitzt der Vorwerk die beste Saugleistung.
In Kombination mit den guten Teilergebnissen bei der Haltbarkeit, der Handhabung und der Schadstoffprüfung gab die Stiftung Warentest dem Kobolt eine „Gut“ (2,0) als Gesamtnote. Gekauft werden kann der VT300 nur direkt beim Hersteller Vorwerk.
AEG VX7-2-IW-S – der Preis-Leistungs-Sieger
Der AEG-Staubsauger erhielt von den erfahrenen Testern der Stiftung Warentest eine „Gut“ (2,1) als Gesamtnote und war damit nur marginal schlechter als der Testsieger. Darüber hinaus kostet dieser Staubsauger nur rund 150 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Kobolt. Mit einem Gewicht von gerade einmal 5,7 Kilogramm ist der AEG VX7-2-IW-S zudem der leichteste Staubsauger im Test.
Ein 12 Meter großer Aktionsradius ermöglicht ein komfortables Saugen. Mit groben Verschmutzungen wird der Staubsauger problemlos fertig. Das Gleiche gilt auch für Schmutz in Polstermöbeln und Ritzen. In den Kategorien Schadstoffe und Haltbarkeit erzielte der Staubsauger ebenfalls sehr gute Ergebnisse.
Siemens iQ700 VSC7AC342 – die beste Handhabung
Der klassische Beutelstaubsauger aus dem Hause Siemens besitzt eine hohe Saugkraft von 650 Watt. Er erzielte im Test sehr gute Ergebnisse bei groben Verschmutzungen und in Ritzen. Die Stiftung Warentest vergab insgesamt eine „Gut“ (2,1) und lobte vor allem die Handhabung. Sehr gute Ergebnisse erzielte der Staubsauger ebenfalls in den Kategorien Sicherheit und Haltbarkeit. Besonders gelungen ist der leichte Wechsel von Filter und Staubbeutel. Der Aktionsradius beträgt komfortable 12 Meter und dank dem waschbaren Filter eignet sich der Siemens iQ700 hervorragend für Allergiker.
Getestete Staubsauger ohne Beutel
Zwei moderne Staubsauger ohne klassischen Beutel – der Bosch BGS5FMLY2 Relax’x und der Miele SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency Eco Line – lagen im Test gleichauf. Beide erhielten von der Stiftung Warentest eine „Gut“ (2,2) als Gesamtnote.
Bosch BGS5FMLY2 Relax’x – besonders effektiv gegen Tierhaare
Als einziger Staubsauger im Test saugt dieses beutellose Modell Tierhaare gut auf und besitzt sogar nur eine Standardbürste. Der Bosch entfernt grobe Verschmutzungen sehr gut und reinigt sowohl auf Polstern als auch in Ritzen einwandfrei. Darüber hinaus konnte der Staubsauger mit seinem geringen Betriebsgeräusch auf harten und weichen Böden überzeugen. Von der Stiftung Warentest bekam er in den Kategorien Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe jeweils eine „sehr gut“ als Note.
Miele SKCG3 Blizzard CX1 Efficiency Eco Line – ein gutes Gesamtpaket
Eine gute Saugleistung, überzeugende Umwelteigenschaften und sehr gute Teilergebnisse in den Kategorien Sicherheit, Haltbarkeit sowie Schadstoffe zeichnen das beutellose Staubsaugermodell aus dem Hause Miele aus. Der Staubsauger entfernt grobe Verschmutzungen sehr gut und ist auch auf Polstermöbeln besonders gründlich.
Staubsauger lieber mit oder ohne Beutel – Was ist besser?
Welche Lösung ist hygienischer, ökologischer und praktischer? Die Experten der Stiftung Warentest raten Menschen, die unter einer Allergie leiden, zur Nutzung eines Staubsaugers mit Beutelsystem. Im direkten Vergleich dazu ist das Entleeren der Boxen um einiges unhygienischer. Darüber hinaus müssen die Boxen viel öfters geleert werden, als die klassischen Beutel ausgetauscht werden müssen. Dafür verursachen die Staubsaugerbeutel sowohl Abfall als auch Kosten.